Über 20 Art-Déco-Schriftschnitte aus den 1910er- bis 1940er-Jahren erleben heute ein Revival: Der Stil entstand rund um die Exposition Internationale des Arts Décoratifs 1925 in Paris und steht für Glamour, Luxus und kühne Geometrie. Wer Typografie ernst nimmt, kommt an der Art-Déco-Ära nicht vorbei. Die geschwungenen Doppellinien und fetten Geometrien dieser Schriften wurden von Schriftgießereien in Europa und Nordamerika unter Labels wie “moderne” oder “style contemporain” vertrieben und beeinflussten Poster, Architektur und Produktdesign gleichermaßen. Heute kosten hochwertige Schriftpakete im Art-Déco-Stil zwischen 10 und 150 US-Dollar, was zeigt: Echter Designanspruch aus den Roaring Twenties hat nach wie vor seinen Preis und seinen Platz.
Prestige-Schriftschnitte der 1920er bis 1940er: Glamour, Luxus und die Typografie der Art-Déco-Ära
Der Begriff “Art Deco” taucht erst in den 1960er Jahren auf, obwohl der Stil selbst bereits Jahrzehnte früher die Welt prägte. Die Bewegung gewann nach der Exposition Internationale des Arts Décoratifs et Industriels Modernes in Paris 1925 international an Fahrt, wie das Letterform Archive dokumentiert. Was du heute als Art Deco kennst, hieß damals “style contemporain”, “modernistic” oder schlicht “moderne”.
Glamour mit Geometrie: Was Art-Déco-Schriften ausmacht
Art Deco brach bewusst mit seinem ornamentalen Vorgänger, dem Art Nouveau. Statt organischer Kurven kamen fette Geometrie und stromlinienförmige Ästhetik. Schriften der Ära sind laut Letterform Archive geprägt von maschinellen Materialien und Einflüssen aus der altägyptischen sowie aztekischen Kunst. Das klingt weit hergeholt, ist aber genau das Rezept, das diese Epoche so unvergesslich macht.
WeGraphics beschreibt die typischen Schriftschnitte der 1910er und 1920er als gerundete, doppelt linierte Fonts, die für Display- und Posterdesigns gemacht wurden: ausgestellt, gewagt, keineswegs zurückhaltend. Kein Wunder, dass sie heute wieder gefragt sind.
Für Schriftsetzer und Grafikschaffende sind zeitgemäße Neuauflagen dieser Fonts laut WeGraphics zu Preisen zwischen rund 10 und 150 US-Dollar erhältlich, die meisten liegen im Bereich von 10 bis 20 Dollar und werden als TTF- oder OTF-Datei geliefert. Ein Beispiel aus der aktualisierten Liste (Stand Winter 2022): Aviator von Designer Tony Thomas, ein eleganter, minimaler Art-Deco-inspirierter Sans-Serif.
4 praktische Dinge, die du aus der Art-Déco-Typografie mitnehmen kannst
1. Schriftgröße ist kein Luxus, sondern Konzept. Art-Déco-Poster lebten davon, dass Schrift und Bild gleichwertige Gestaltungselemente waren. Wenn du heute ein Wandbild aussuchst, lohnt es sich, auf Werke zu achten, die mit Typografie oder grafischer Reduktion arbeiten, zum Beispiel ein Bauhaus Ausstellung Poster oder ein Bauhaus Werbeplakat der Kunsthochschule.
2. Fette Geometrie funktioniert auch als Deko. Die Formensprache der Ära, Dreiecke, Bögen, Symmetrie, findet sich nicht nur in Schriften, sondern auch in Mustern und Wanddeko. Das Bauhaus Hexagon Bild oder das Deko-Kissen im Bauhaus-Stil übersetzen diesen Look direkt in Einrichtung.
3. Luxus lag damals in Farbe und Material. Kräftige Farben und edle Werkstoffe waren laut Facebook-Gruppe “Art Deco 1920” das Markenzeichen der 1920er Jahre. Für den Wohnraum bedeutet das: Satte Töne, keine blassen Kompromisse. Unser Retro-Kissen im Vintage-Stil oder das Pop-Art-Kissen greifen genau diese Haltung auf.
4. Reiseposter sind lebendige Typografiegeschichte. Viele der ikonischsten Art-Déco-Schriften entstanden auf Werbeplakaten für Reiseziele und Verkehrsmittel. Das London Underground Werbeplakat, das Retro-Reiseposter Indien oder das Porto Poster von Jean Dylen zeigen, wie eng Schrift, Illustration und Glamour damals zusammengehörten.
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Quellen
- 20+ Art Deco Fonts for 1920’s Vintage Perfection – WeGraphics
- Art Deco 1920 – Bold colors and rich materials made the 1920s a golden era of glamour (Facebook-Gruppe)
- Art Deco Typography and Graphic Design – Letterform Archive
Häufige Fragen
Woher stammt eigentlich der Begriff "Art Déco" und wann tauchte er zum ersten Mal auf?
Der Begriff “Art Déco” ist überraschend jung. Die Stilepochen selbst blühte in den 1920er und 1930er Jahren, doch das Label “Art Déco” entstand erst in den 1960ern. Davor bezeichneten Schriftgießereien und Designer ihre Arbeiten als “style contemporain”, “modernistic” oder schlicht “moderne”. Den Startschuss gab die Exposition Internationale des Arts Décoratifs et Industriels Modernes, die 1925 in Paris stattfand.
Was macht die Typografie der Art-Déco-Ära so besonders?
Art-Déco-Schriften erkennst du sofort: gerundete Formen, Doppellinien und eine kräftige Geometrie, die Luxus und Modernität gleichzeitig ausstrahlen. Der Stil brach bewusst mit dem organischen, verspielten Art Nouveau und setzte stattdessen auf maschinell wirkende Eleganz, klare Strukturen und Glamour. Inspirationsquellen waren dabei unter anderem altägyptische und aztekische Kunst.
Von welchen kulturellen Einflüssen ließen sich die Schriftdesigner der 1920er und 1930er leiten?
Die Designer der Zwischenkriegszeit waren echte Weltenbummler im Kopf. Sie zogen Inspiration aus der Faszination für Maschinenzeitalter-Materialien, aber auch aus altägyptischer und aztekischer Kunst. Das Ergebnis war ein Stilmix, der Schnittstellen zwischen Moderne und stilisierten Formen fand, gesättigt mit satten Farben und kostbaren Materialien, wie es die 1920er als goldene Glamour-Ära prägten.
Werden Art-Déco-Schriften heute noch eingesetzt?
Absolut, und der Hype ist zurück! Die gerundeten, doppellinigen Fonts der 1910er und 1920er erleben gerade eine echte Renaissance, besonders im Display- und Posterdesign. Moderne Schriftdesigner veröffentlichen neue Art-Déco-Schnitte, zum Beispiel den minimalistisch-eleganten Aviator von Tony Thomas. Premium-Fontpakete kosten heute meist zwischen 10 und 150 US-Dollar, viele davon sind im Bereich von 10 bis 20 Dollar zu haben.
Wo kann ich historische Art-Déco-Typografie aus erster Hand erforschen?
Das Letterform Archive ist eine der besten Anlaufstellen. Es pflegt eine umfangreiche Sammlung zu den Moderne- und Streamline-Stilen der 1920er und 1930er Jahre, inklusive originaler Schriftmuster-Dokumente wie dem Huxley Vertical-Typspecimen der American Type Founders von 1935. Wer die echte Geschichte der Art-Déco-Schriftgestaltung verstehen will, kommt an dieser Quelle nicht vorbei.
Dieser Artikel wurde von einem KI-System automatisiert erstellt. Kennzeichnung gemäß Art. 50 der EU-KI-Verordnung.